Der letzte Tag auf dem Wasser. Ein merkwürdiges Gefühl, beinahe so, wie ich es auch schon auf der Radtour hatte. Genauso wie zu dem Zeitpunkt wurden die bereits gestern abreisefertig gepackten Sachen in das Kajak gestopft und es ging auf die letzte Etappe der Tour. Da wir in Sachen Frühstück ja sehr einseitig gelebt haben, entschieden wir spontan in Lübben zu frühstücken. Wir entschieden uns für das Café Ambiente (schreckliche Homepage, aber nettes Ambiente). Mit einem gepanschten Kaffee...
... und einem herzhaften Frühstück kam der Körper langsam aber sicher in Gang.
Eine Stunde später ging es dann auch auf die restlichen 10 Kilometer, übrigens die einzigen Kilometer, die wir doppelt gepaddelt sind. Sonne und leichter Wind begleitete uns auf den teilweise schnurgeraden Flüsschen.
Wir genossen die Landschaft und fuhren nahezu schweigend vor uns hin.
Nach ca. 1.5h Paddelei war dann auch wieder Lübbenau in Sicht, es waren wieder mehr Kähne auf dem Wasser, mehr Touristen unterwegs und auch die Schleusenmafia hatte bereits wieder gut zu tun.
Für uns endete die Tour beim Bootsverleih Richter wo wir nach der Übergabe der Boote noch duschen durften, Spreewaldgurken kauften und uns dann langsam Richtung Heimat verabschiedeten.
Eine tolle Tour war zu Ende, aber vieles hat gerade erst angefangen!
04.10.2013
30.09.2013
Märkische Umfahrt - Unterwegs auf Dahme und Spree XIII
Pudding und Wasa zum Frühstück. Das macht müde Schatzis munter und stark für die vorletzte Etappe.
Insgesamt sind heute nur knapp 10km zu bewältigen, somit können wir ganz entspannt vor uns hinpaddeln und die Natur genießen.
Die Schleuse in Hartmannsdorf ist schneller erreicht und die dicke, deutlich alkoholisierte Frau erklärt sich bereit uns für einen kleinen Schleusengroschen die Tore zu öffnen. Hinter der Schleuse machen wir dann eine nette Bekanntschaft. Eine kleine Familie hat sich verfahren und fragt bei uns nach dem Weg. Es stellt sich heraus, dass die vier mit ihrem Kanu knappe 5km zu weit gepaddelt und deutlich weiter gefahren sind, als sie es eigentlich wollten. Wir genießen die gemeinsame Rückfahrt und der Plausch macht die Paddelei für Schatzi deutlich leichter.
Die gemeinsame Mittagspause verbringen wir dann am Waldrand und schwelgen in den Genüssen von Frikadellen, Trailmix und frisch gekochtem Pudding. Die beiden Jungs haben leuchtende Augen!
Zusammen geht es weiter nach Lübben, wo wir die vier mit einer kleinen Leckerei verabschieden und Richtung Lübben abbiegen.
Es geht über die idyllische Berste, wo uns in regelmäßigem Takt die Spreewaldkähne entgegen kommen. Quasi wie eine Autobahn für Kähne. Rückblickend würde ich jedem empfehlen dieses Stück, so idyllisch Teilbereiche sein mögen, zu umfahren und einen anderen Weg zu wählen.
Die Schleusen auf dem kurzen Stück sind fest in der Hand der lokalen Schleusenmafia und wir werden nur bedingt freundlich empfangen.
Wir leben damit und sind froh als wir schlussendlich den letzten Kahn hinter uns lassen ...
... und auf dem Campingplatz einkehren.
Den Nachmittag verbringen wir mit Lesen, Herumlungern und einer frischen Dusche. Erst gegen Abend machen wir uns auf die in Stadt, wo wir noch kurz mit einem Reiseradler sprechen. Danach geht es in ein lokales Restaurant und wir lassen den Abend ausklingen.
Insgesamt sind heute nur knapp 10km zu bewältigen, somit können wir ganz entspannt vor uns hinpaddeln und die Natur genießen.
Die Schleuse in Hartmannsdorf ist schneller erreicht und die dicke, deutlich alkoholisierte Frau erklärt sich bereit uns für einen kleinen Schleusengroschen die Tore zu öffnen. Hinter der Schleuse machen wir dann eine nette Bekanntschaft. Eine kleine Familie hat sich verfahren und fragt bei uns nach dem Weg. Es stellt sich heraus, dass die vier mit ihrem Kanu knappe 5km zu weit gepaddelt und deutlich weiter gefahren sind, als sie es eigentlich wollten. Wir genießen die gemeinsame Rückfahrt und der Plausch macht die Paddelei für Schatzi deutlich leichter.
Die gemeinsame Mittagspause verbringen wir dann am Waldrand und schwelgen in den Genüssen von Frikadellen, Trailmix und frisch gekochtem Pudding. Die beiden Jungs haben leuchtende Augen!
Zusammen geht es weiter nach Lübben, wo wir die vier mit einer kleinen Leckerei verabschieden und Richtung Lübben abbiegen.
Es geht über die idyllische Berste, wo uns in regelmäßigem Takt die Spreewaldkähne entgegen kommen. Quasi wie eine Autobahn für Kähne. Rückblickend würde ich jedem empfehlen dieses Stück, so idyllisch Teilbereiche sein mögen, zu umfahren und einen anderen Weg zu wählen.
Die Schleusen auf dem kurzen Stück sind fest in der Hand der lokalen Schleusenmafia und wir werden nur bedingt freundlich empfangen.
Wir leben damit und sind froh als wir schlussendlich den letzten Kahn hinter uns lassen ...
... und auf dem Campingplatz einkehren.
Den Nachmittag verbringen wir mit Lesen, Herumlungern und einer frischen Dusche. Erst gegen Abend machen wir uns auf die in Stadt, wo wir noch kurz mit einem Reiseradler sprechen. Danach geht es in ein lokales Restaurant und wir lassen den Abend ausklingen.
- Frühstück
- Wasa, Schlemmerpause
- Mittagessen
- bunter Mix, gemeinsames Picknick
- Abendessen
- Tapas, mediterrane Küche in Lübben
- Ärgernis
- Schleusenwärter
- Highlight
- strahlende Puddinggesichter
- Track
27.09.2013
Märkische Umfahrt - Unterwegs auf Dahme und Spree XII
Nach einer etwas unruhigen Nacht starten wir am nächsten Morgen auf die letzte Etappe der märkischen Umfahrt, danach geht es wieder durch den Spreewald zum Ausgangspunkt zurück. Die Nacht war nicht nur aufgrund des Gekreisches der Mädchengruppen unruhig, auch die Meditations- und Lobpreisungsgesänge der christlichen Gruppe waren extrem anstrengend. Gefehlt haben an dieser Stelle definitiv Ohrstöpsel! So waren wir noch etwas müde und sind etwas später in den Tag gestartet.
Bei mäßigem Wind und bestem Sonnenschein ging es über den Köthener See Richtung Randkanal.
Im Randkanal angekommen erwartete uns die längst vermisste Stille. Nur noch Geräusche der Natur, das leise Gluckern des Flusses oder das Schnauben der Pferde am Ufer waren zu hören.
Dementsprechend langsam und bedächtig fuhren wir über den Kanal.
Nach knapp 4km war dann die Schleuse in Groß Wasserburger erreicht und wir entschieden, dass wir auf die Gruppe aus der Jugendherberge warten wollten. Nach ca. 10-15 Minuten waren auch die erste Boote der Gruppe da und nach und nach trudelte auch der Rest der Bande ein. Unter großem Geschnatter ging es in die Schleuse, aber nach oben und wieder aus der Schleuse heraus. Glücklicherweise war für die Jungs und Mädels eine Pause direkt an der Schleuse geplant, so dass wir entspannt Richtung Puhlstrom paddeln konnten.
Die verzweiten Kanäle im Spreewald hatte ich bereits vermisst. Die kleinen Kurven und Kehren sind einfach deutlich abwechselungsreicher als das teilweise monotone Paddeln auf Dahme und Spree.
Auch die Natur ist etwas vielfältiger, nach und nach waren auch wieder die auf der Fahrt häufig zu sehenden Libellen in unserer Nähe und nahmen auf dem Bug der Kajaks Platz.
So macht Paddeln Spaß!
Die Paddelei gegen den Strom war allerdings deutlich anstrengender als gedacht. Der Puhlstrom erwies sich als harter Gegner und dementsprechend mussten wir gegen die Strömung arbeiten. Wir waren froh als endlich die Schleuse "Oberer Puhlstrom" in Sicht gekommen war.
Endlich war Zeit für eine Pause. Ein frischer Apfel, ein wenig Jerky und ein Balisto waren geeignet um die Energievorräte wieder aufzufüllen.
Schatzi sah zu dem Zeitpunkt auch etwas fertig aus, so dass eine Pause quasi verpflichtend war.
Nach ein wenig Regeneration ging es dann weiter Richtung Schlepzig, dem angedachten Platz für eine Übernachtung. Eine Nachfrage bei den stark alkoholisierten Kahnkapitänen ergab allerdings, dass der WWRP nicht mehr für eine Übernachtung freigegeben ist. Allerdings könne man uns "freundlicherweise" einen Platz auf dem eigenen Hof anbieten. Sorry, nein danke...
Also ging es weiter Richtung Lübben, in Schlepzig wollten wir dann nicht mehr bleiben. Glücklicherweise waren wir wieder auf dem Wasser, denn sonst hätten wir das junge Rehkitz am Ufer nicht entdecken können.
Die Mutter war etwas scheuer und sprang direkt in den Wald zurück. Das Kitz allerdings war weniger scheu und ließ sich entspannt ablichten.
Beschwingt von der Begegnung in der Natur ging es die restlichen 4km Richtung Petkampsberg, dem Ziel für heute. Am netten Gasthaus Petkampsberg konnten wir dann im letzten Sonnenlicht des Nachmittags das Zelt aufstellen.
Schatzi hatte keine Lust mehr zu kochen und somit entschieden wir uns im Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Schatzi war es recht, da die Müdigkeit bereits fortgeschritten war.
Für mich gab es wieder ein gepanschtes Bier zu total ätzenden Kibbelingen, für Schatzi gab es eine Spezi zum leckeren Spreewaldteller mit hausgemachten sauren Gurken.
Als Nachtisch gab es für uns beide einen aufgetauten Apfelstrudel mit Eis und Sahne.
Satt und einigermaßen zufrieden krochen wir in unser kleines Camp!
Bei mäßigem Wind und bestem Sonnenschein ging es über den Köthener See Richtung Randkanal.
Im Randkanal angekommen erwartete uns die längst vermisste Stille. Nur noch Geräusche der Natur, das leise Gluckern des Flusses oder das Schnauben der Pferde am Ufer waren zu hören.
Dementsprechend langsam und bedächtig fuhren wir über den Kanal.
Nach knapp 4km war dann die Schleuse in Groß Wasserburger erreicht und wir entschieden, dass wir auf die Gruppe aus der Jugendherberge warten wollten. Nach ca. 10-15 Minuten waren auch die erste Boote der Gruppe da und nach und nach trudelte auch der Rest der Bande ein. Unter großem Geschnatter ging es in die Schleuse, aber nach oben und wieder aus der Schleuse heraus. Glücklicherweise war für die Jungs und Mädels eine Pause direkt an der Schleuse geplant, so dass wir entspannt Richtung Puhlstrom paddeln konnten.
Die verzweiten Kanäle im Spreewald hatte ich bereits vermisst. Die kleinen Kurven und Kehren sind einfach deutlich abwechselungsreicher als das teilweise monotone Paddeln auf Dahme und Spree.
Auch die Natur ist etwas vielfältiger, nach und nach waren auch wieder die auf der Fahrt häufig zu sehenden Libellen in unserer Nähe und nahmen auf dem Bug der Kajaks Platz.
So macht Paddeln Spaß!
Die Paddelei gegen den Strom war allerdings deutlich anstrengender als gedacht. Der Puhlstrom erwies sich als harter Gegner und dementsprechend mussten wir gegen die Strömung arbeiten. Wir waren froh als endlich die Schleuse "Oberer Puhlstrom" in Sicht gekommen war.
Endlich war Zeit für eine Pause. Ein frischer Apfel, ein wenig Jerky und ein Balisto waren geeignet um die Energievorräte wieder aufzufüllen.
Schatzi sah zu dem Zeitpunkt auch etwas fertig aus, so dass eine Pause quasi verpflichtend war.
Nach ein wenig Regeneration ging es dann weiter Richtung Schlepzig, dem angedachten Platz für eine Übernachtung. Eine Nachfrage bei den stark alkoholisierten Kahnkapitänen ergab allerdings, dass der WWRP nicht mehr für eine Übernachtung freigegeben ist. Allerdings könne man uns "freundlicherweise" einen Platz auf dem eigenen Hof anbieten. Sorry, nein danke...
Also ging es weiter Richtung Lübben, in Schlepzig wollten wir dann nicht mehr bleiben. Glücklicherweise waren wir wieder auf dem Wasser, denn sonst hätten wir das junge Rehkitz am Ufer nicht entdecken können.
Die Mutter war etwas scheuer und sprang direkt in den Wald zurück. Das Kitz allerdings war weniger scheu und ließ sich entspannt ablichten.
Beschwingt von der Begegnung in der Natur ging es die restlichen 4km Richtung Petkampsberg, dem Ziel für heute. Am netten Gasthaus Petkampsberg konnten wir dann im letzten Sonnenlicht des Nachmittags das Zelt aufstellen.
Schatzi hatte keine Lust mehr zu kochen und somit entschieden wir uns im Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Schatzi war es recht, da die Müdigkeit bereits fortgeschritten war.
Für mich gab es wieder ein gepanschtes Bier zu total ätzenden Kibbelingen, für Schatzi gab es eine Spezi zum leckeren Spreewaldteller mit hausgemachten sauren Gurken.
Als Nachtisch gab es für uns beide einen aufgetauten Apfelstrudel mit Eis und Sahne.
Satt und einigermaßen zufrieden krochen wir in unser kleines Camp!
- Frühstück
- Dosenfisch, Trekkingkekse
- Mittagessen
- Äpfel, Jerky, Mars
- Abendessen
- Gurkenteller, Kibbelinge, Apfelstrudel
- Ärgernis
- Zeitgenosse an der Schleuse, nichts ging schnell genug, geglänzt hat er aber nur durch eigene Unfähigkeit
- Highlight
- junges Reh auf 2.5m Entfernung
- Track
23.09.2013
Märkische Umfahrt - Unterwegs auf Dahme und Spree XI
Nach dem Aufwachen war heute das erste Mal ein wenig Überzeugungsarbeit notwendig, damit wir keinen Pausentag einlegen, sondern entspannt den nächsten Paddeltag angehen. Die lange Tour vom Sonntag war wohl bei Schatzi noch so sehr in den Knochen, dass ein Pausentag eine realistische Option wäre. Schlussendlich war aber der Konsenz, dass wir bis Märkisch Buchholz fahren und dort nach 12km unser Lager aufschlagen. Schatzi war aber nicht ganz glücklich...
Das Frühstück war heute ausgezeichnet. Wir haben den gestrigen Tag zum Einkaufen genutzt und können so richtig aus den Vollen schöpfen. Joghurt...
... und Rührei mit Speck und Bifi sind nur kleine Teile des Buffets.
Gut gestärkt ging es dann gegen 11:30 aufs Wasser, wenige Paddelschläge von der Schleuse hinter Prieros entfernt. Die Schleuse war zwar bereits nahezu geschlossen, aber wir hatten Glück und der Schleusenwärter hat extra für uns ein weiteres Mal aufgemacht. Die Unterhaltung in der Schleuse war spannend, aber auch anstregend, da es beim Gesprächspartner ausschließlich um Kilometer ging, weniger um das was die Natur selbst ausmacht. Wir haben ihn dann nach der Schleuse ziehen lassen und sind entspannt weitergepaddelt.
Wie bereits an den vergangenen Tagen war auch hier die Sonne unser ständiger Begleiter!
Das die Wolken allerdings nicht nur für tolle Effekte auf den Bildern sorgen, wurde uns das erste Mal vor der Schleuse an der Hermesdorfer Mühle klar. Der erste Regenguss der Tour zwang uns unter die dichte Ufervegetation.
Glücklicherweise rissen die Wolken wieder auf und die Sonne kam im Anschluss hervor.
Es konnte also entspannt bis Märkisch Buchholz gehen.
In Märkisch Buchholz mussten wir dann erkennen, dass der WWRP bereits von einigen Leuten besetzt war. Aus dem Grund entschlossen wir uns zu einem in der Karte als Rastplatz beschriebenen Platz hinter Märkisch Buchholz zu fahren. Dazu waren allerdings die zwei Wehre (einmal mit elektrischer Seilwinde, einmal manuell) zu überwinden.
Die insgesamt 12m werden in zwei Etappen überwunden! Im ersten Schritt müssen Bootswagen und Stahlseile der elektrischen Winden bis nach unten zum Wasser gebracht werden. Quälend langsam...
Sind die beiden Kajaks verladen (glücklicherweise passen beide auf einmal auf den Bootswagen), wird die Seilwinde angehangen und es kann losgehen.
An der ersten Station wird das Seil umgehangen und die Kajaks auf den Weg zur zweiten Station geschickt.
Eine seeeeeeehr umfangreiche Aktion. Wir waren froh, dass wir das nicht am nächsten Tag geplant haben.
Das zweite Wehr ist mit einem alten, sehr schweren Bootswagen ausgerüstet. Alleine nur unter großer, großer Kraftanstrengung zu bewegen.
Sobald der Wagen allerdings in Bewegung ist, funktioniert das ganz gut und das Wehr ist schnell rechts überholt.
Angedachtes Ziel war ein kleiner Rastplatz hinter Märkisch Buchholz. Dort angekommen mussten wir allerdings realisieren, dass weder Dixi, noch andere Infrastruktur vorhanden ist. Zusätzlich war der direkt am Rastplatz verlaufende Weg auch noch stark befahren. Wir entschieden uns nach längerer Diskussion für eine Weiterfahrt. Mittlerweile hatte es auch wieder angefangen dunkler zu werden...
Es kam, wie es kommen musste und ein Gewitter brach über uns herein. Links und rechts nur hohe Ufer, einzige Möglichkeit sich unterzustellen war die spärliche Vegetation.
Während also Blitz und Donner wüteten, Regen wie aus Eimern herunterkam und der Wind immer stärker wurde, mussten wir tatenlos direkt unter Ufer warten bis der Regen nachgelassen hat. Glücklicherweise war es nicht länger als eine halbe Stunde, so dass wir im Anschluss direkt weiterfahren konnten. Neues Ziel war jetzt die Jugendherberge am Köthener See.
Dort angekommen wurden wir vom totalen Kontrastprogramm zu den letzten Tagen empfangen. Lärmende Jugendliche jeden Alters, eine christliche Organisation - bis spät in die Nacht indoktrinierend und heruntergekommene Dusch- und Waschräume. Nichts desto trotz waren wir happy, dass wir die Etappe geschafft haben.
Vielleicht war aber auch Anzahl der Kilometer der Grund dafür, dass mein Spoon jetzt eine andere Form hat...
Das Frühstück war heute ausgezeichnet. Wir haben den gestrigen Tag zum Einkaufen genutzt und können so richtig aus den Vollen schöpfen. Joghurt...
... und Rührei mit Speck und Bifi sind nur kleine Teile des Buffets.
Gut gestärkt ging es dann gegen 11:30 aufs Wasser, wenige Paddelschläge von der Schleuse hinter Prieros entfernt. Die Schleuse war zwar bereits nahezu geschlossen, aber wir hatten Glück und der Schleusenwärter hat extra für uns ein weiteres Mal aufgemacht. Die Unterhaltung in der Schleuse war spannend, aber auch anstregend, da es beim Gesprächspartner ausschließlich um Kilometer ging, weniger um das was die Natur selbst ausmacht. Wir haben ihn dann nach der Schleuse ziehen lassen und sind entspannt weitergepaddelt.
Wie bereits an den vergangenen Tagen war auch hier die Sonne unser ständiger Begleiter!
Das die Wolken allerdings nicht nur für tolle Effekte auf den Bildern sorgen, wurde uns das erste Mal vor der Schleuse an der Hermesdorfer Mühle klar. Der erste Regenguss der Tour zwang uns unter die dichte Ufervegetation.
Glücklicherweise rissen die Wolken wieder auf und die Sonne kam im Anschluss hervor.
Es konnte also entspannt bis Märkisch Buchholz gehen.
In Märkisch Buchholz mussten wir dann erkennen, dass der WWRP bereits von einigen Leuten besetzt war. Aus dem Grund entschlossen wir uns zu einem in der Karte als Rastplatz beschriebenen Platz hinter Märkisch Buchholz zu fahren. Dazu waren allerdings die zwei Wehre (einmal mit elektrischer Seilwinde, einmal manuell) zu überwinden.
Die insgesamt 12m werden in zwei Etappen überwunden! Im ersten Schritt müssen Bootswagen und Stahlseile der elektrischen Winden bis nach unten zum Wasser gebracht werden. Quälend langsam...
Sind die beiden Kajaks verladen (glücklicherweise passen beide auf einmal auf den Bootswagen), wird die Seilwinde angehangen und es kann losgehen.
An der ersten Station wird das Seil umgehangen und die Kajaks auf den Weg zur zweiten Station geschickt.
Eine seeeeeeehr umfangreiche Aktion. Wir waren froh, dass wir das nicht am nächsten Tag geplant haben.
Das zweite Wehr ist mit einem alten, sehr schweren Bootswagen ausgerüstet. Alleine nur unter großer, großer Kraftanstrengung zu bewegen.
Sobald der Wagen allerdings in Bewegung ist, funktioniert das ganz gut und das Wehr ist schnell rechts überholt.
Angedachtes Ziel war ein kleiner Rastplatz hinter Märkisch Buchholz. Dort angekommen mussten wir allerdings realisieren, dass weder Dixi, noch andere Infrastruktur vorhanden ist. Zusätzlich war der direkt am Rastplatz verlaufende Weg auch noch stark befahren. Wir entschieden uns nach längerer Diskussion für eine Weiterfahrt. Mittlerweile hatte es auch wieder angefangen dunkler zu werden...
Es kam, wie es kommen musste und ein Gewitter brach über uns herein. Links und rechts nur hohe Ufer, einzige Möglichkeit sich unterzustellen war die spärliche Vegetation.
Während also Blitz und Donner wüteten, Regen wie aus Eimern herunterkam und der Wind immer stärker wurde, mussten wir tatenlos direkt unter Ufer warten bis der Regen nachgelassen hat. Glücklicherweise war es nicht länger als eine halbe Stunde, so dass wir im Anschluss direkt weiterfahren konnten. Neues Ziel war jetzt die Jugendherberge am Köthener See.
Dort angekommen wurden wir vom totalen Kontrastprogramm zu den letzten Tagen empfangen. Lärmende Jugendliche jeden Alters, eine christliche Organisation - bis spät in die Nacht indoktrinierend und heruntergekommene Dusch- und Waschräume. Nichts desto trotz waren wir happy, dass wir die Etappe geschafft haben.
Vielleicht war aber auch Anzahl der Kilometer der Grund dafür, dass mein Spoon jetzt eine andere Form hat...
- Frühstück
- Rührei, Brötchen und Joghurt
- Mittagessen
- Kekse, Trockenfleisch, Balisto
- Abendessen
- Spaghetti mit Tomatensoße, Bifi, Haribo
- Ärgernis
- der langsame Bootswagen an der Seilwinde
- Highlight
- Passant, der Hilfe beim Umtragen angeboten hat
- Track
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