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06.10.2015

Einfach mal entspannt ans Meer!

Fehmarn. Eine Insel der Ruhe und Erholung. Fischen, Sonne und Meer. Zeit für ein paar Impressionen einer kleinen Auszeit (nach dem langen Urlaub in Schweden ;-)).

Wir haben den goldenen Oktober genutzt und waren am Strand, mit dem Boot auf dem Meer und vor allem viel in der Sonne. Nochmal Sonne tanken, bevor es für lange Zeit wieder dunkel wird.

In den kommenden Tagen und Wochen gehen auch die ersten Teile des Urlaubes in Schweden online.

65-70cm Dorsch mit dem leichten Zandergerät.

Plumpsangeln auf Plattfisch - nicht mein Ding.

Kitschig, aber schön. Sonnenaufgang in Lemkenhafen.

Kochen mit mehr Blick auf das Meer.

Entspannt am Strand.

Steinschmeißer!

Auch hier gibt es Rätsel-Essen.

09.07.2015

Bikepacking - Setup im Detail

Der ein oder andere hatte mich bereits gefragt, was genau ich auf meinem ersten Bikepacking-Trip an Ausrüstung dabei hatte. Da es eventuell jemandem helfen könnte, hier noch eine Detailbeschreibung der Dinge, die ich mitgenommen habe. Ich habe ein paar Dinge identifiziert, die noch deutlich abgespeckt werden könnten. Sollten noch Fragen sein, dann einfach als Kommentar einstellen.

Als Grundlage dient das vormals gepostete Bild, welches ich mit ein paar Nummern erweitert habe. Ich stelle extra keine Links zu Herstellern, oder Onlineshops ein - ich möchte hier eine Diskussion über Product Placement vermeiden ;-)


  1. Zelt - Hilleberg Akto, mit Bodenplane (1650g)
  2. Isomatte - Thermarest Neo Air, halbe Länge (250g)
  3. Schlafsack - GoLite - Adrenaline 20°F (850g)
  4. Wasserblase - Camelbak (260g + 2000g)
  5. Jacke - The Northface Thermoball mit Kapuze (400g)
  6. Hose - 3/4 Ice Breaker (Merino) (250g)
  7. Hemd - Ice Breaker (Merino) (250g)
  8. Taschenmesser (75g)
  9. Essen - Nudeln für das Abendessen (300g)
  10. Küche - Fuß für die Kartusche (25g)
  11. Ersatzteile / Service - Pumpe (100g)
  12. Schlafsack - Inlett aus leichter Baumwolle (250g)
  13. Sonstiges - Papiere (150g)
  14. Küche - Löffel (25g)
  15. Küche - Kocher, MSR Reactor mit dem kleinsten Topf (550g inkl. Kartusche)
  16. Küche - Feuerstahl (25g)
  17. Essen - Powerbar für das Frühstück (300g)
  18. Navigation - Garmin Edge 810 (100g)
  19. Taschenlampe - Nightcore (25g)
  20. Hygiene - Zahnputzbeutel (100g)
Optimierungen werden ich vor allem am Zelt (da fällt die Bodenplane weg, so wie je nach Witterungsbedingung an der Kleindung vornehmen. Aufgelistet ist nicht, was ich direkt am Körper habe (Radhose, Radtrikot, Schuhe, Socken, etc.).

Verpackt wurde alles wie auf dem folgenden Bild zu sehen.


Hat alles gerade eben gepasst. Viel mehr Komfort war / ist nicht machbar. Das ist aber auch in Ordnung. Damit war also das Gewicht wie folgt verteilt:

  • Lenkertasche mit ca. 1950g (ohne die Tasche selbst)
  • Rahmentasche mit ca. 2225g (ebenfalls ohne die Tasche selbst)
  • Satteltasche mit ca. 1475g (ebenfalls ohne die Tasche selbst)
Dazu kommt natürlich noch das Gewicht auf dem Rücken, insgesamt knapp 2500g für Wasser und ein oder zwei Müsliriegel.

Ich hoffe ich habe jemandem geholfen, sobald es auf eine längere Tour geht, werde ich das Setup erneut posten.

01.03.2015

Ein (fast) perfekter Sonntag?!

Es ist bereits dunkel, als ich auf dem Rückweg das Zelt aufbaue. Der vormals klare Sternenhimmel ist mittlerweile bedeckt, die Temperatur gefallen. Leichte Nebelschwaden ziehen durch das kleine Waldstück neben dem See. Ich bin alleine am See, das leise Plätschern der Wellen, der Wind in den Bäumen und das Knacken des sich abkühlenden Motors - Stille, endlich.

Mit wenigen Handgriffen ist das Zelt aufgebaut und flattert leicht im Wind. Die Isomatte bekommt durch ein paar kräftige Atemstöße Luft eingehaucht und füllt sich langsam. Der Schlafsack liegt bereits auf dem Zelt und gewinnt an Form. Nach dem Aufblasen der Isomatte stelle ich mich an das Ufer und genieße die Ruhe - ein kaltes Bier in der ebenfalls bereits kalten Hand.

Kurze Zeit später krieche ich in das Fleeceinlett, ziehe den Reisverschluss vom Schlafsack zu und lese auf dem Kindle bis mich der einsetzende Regen durch das gleichmäßige Prasseln auf die Außenhaut des Zeltes sanft in den Schlaf gleiten lässt. Auch die stürmischen Böen, die nachts am Zelt rütteln lassen mich nur kurz wach werden.

Der Morgen beginnt mit einer wilden Verfolgungsjagd der Blesshühner, dem kratzigen Rufen eines Haubentauchers und dem Gezeter der Kanadagänse. Ich schäle mich zur Hälfte aus dem Schlafsack und ziehe den Reißverschluss des Eingangs auf um einen Blick auf den See zu werfen.


Es hat die gesamte Nacht geregnet und der Boden ist nass und kalt. Das Zelt ist ebenfalls komplett nass und die Tropfen fallen mit einem leisen Platschen auf den Footprint des Akto. Ich ziehe den Reißverschluss wieder zu und genieße das Frühstück im Bett.


Aufgrund eines fehlenden Feuerstahls bleibt der Kocher kalt und die beiden Müsliriegel, sowie die Orange sind das einzige was es zum Frühstück gibt. Milchreis und Kaffee gibt es dann halt beim nächsten Mal.

Direkt im Anschluss verkrieche ich mich wieder im warmen Schlafsack, ziehe den Reißverschluss des Zeltes wieder auf, verfolge das Spiel der Wolken und lese - der perfekte Start in den Tag.


Kurze Zeit später machen die tief hängenden Wolken Platz für die hoch stehende Sonne und ermöglichen das Tanken von Sonne direkt am Wasser.


Das Zelt steht zwar in der Sonne...


... aber die Spuren der letzten Nacht sind noch zu sehen. Trocken eingepackt wird heute nichts - zu schade, ich hatte mich nach einem sonnigen Samstag bereits auf einen sonnigen Sonntag gefreut.


Alles wandert nass in die entsprechenden Packbeutel und dann ins Auto - von mir bleibt nicht mehr als ein paar Spuren im Sand und die Gewissheit, dass die kommende Woche entspannt starten wird.

21.09.2014

Draußen zu Hause - Entspannung pur...

Es gibt nichts besseres als nach einer langen Arbeitswoche in die Natur abzutauchen und die Ruhe, Stille und Entspannung zu genießen. Die frische Luft zu atmen, dem Eisvogel beim Jagen zu zuschauen und am Morgen einen warmen Tee noch im Dunst über dem Wasser zu genießen. Natürlich geht das richtig gut, wenn auch das Wetter mitspielt, aber auch das sanfte Prasseln des Regens bringt Entspannung pur. Ich genieße die Auszeiten in der Natur!

Bei schlechtem Wetter entspannt im Zelt lesen.


Die Regenpausen nutzen und die Aussicht genießen.


Dem sanft prasselnden Regen auf dem Zelt lauschen.


Frische Luft um die Nase wehen lassen!


Zweisamkeit genießen.


Warmes Essen kochen...



... und am nächsten Morgen entspannt nach Hause fahren!


05.01.2014

Osnabrück - Haddorf - Osnabrück

Der Frosch ist wieder auf der Reise. Die Vorbereitung für den Sommer steht in den Startlöchern und der Trainingszustand muss wieder hergestellt werden. Mit dem Einverständnis vom Schatzi ging es zwei Tage auf Tour. Der Weg wurde vorher über gpsies.com geplant und steht für eventuelle Nachahmer als öffentliche Tour bereit (Tag 1 und Tag 2). Der grobe Streckenverlauf sah wie folgt aus:

Osnabrück - Lotte - Ibbenbüren - Hörstel - Rheine - Neuenkirchen - Haddorf - Rheine - Bevergern - Mittellandkanal - Stichkanal Osnabrück - Osnabrück

Insgesamt laut Planung ca. 144km, geworden sind es schlussendlich genau 150km laut GPS. Da sind aber auch die Kilometer für den Einkauf, das Bummeln in Rheine und die zahlreichen Haltepunkte an Sehenswürdigkeiten bereits enthalten.

Bei bestem Wetter ging es am Samstag morgen in den Sattel. Vom angekündigten schlechten bzw. herbstlichem Wetter war noch nichts zu spüren. Nach der schweren Gewitterfront der vorangegangenen Nacht (Bericht bei der NOZ) war ich da etwas skeptisch. Aber der blaue Himmel am nächsten Morgen versprach kaltes, aber nettes Wetter.


So ging es Richtung Lotte, vorbei an mit der Polizei diskutierenden Passanten, betrunkenen Dörflern und vielen, vielen anderen kleinen Dingen, die die Fahrt bis Ibbenbüren schnell verfliegen ließen.



In Ibbenbüren war der Dirtpark, im Gegensatz zum letzten Jahr, wie ausgestorben, so dass ich fast eine Runde riskiert hätte. Nur ein leichtes Ziehen im linken Zeigefinger hielt mich davon ab ;-)


Nach Ibbenbüren führt der Radweg entlang der Ibbenbürener Aa, ebenfalls eine sehr schöne Art bis Hörstel zu fahren.


Bis ganz nach Hörstel ging es dann allerdings nicht, in diesem Fall ging mein Weg direkt zum nassen Dreieck nach Bevergern, wo ich mit einem leckeren Snack...


... die Aussicht genoss.


Die Zahl der Spaziergänger und Ausflügler hielt sich noch in Grenzen, so dass ich ganz entspannt weiterradeln konnte.

Der restliche Weg bis Rheine und von Rheine nach Neuenkirchen war landschaftlich eher uninteressant und so blieb das einzige Motiv, welches ich festgehalten habe das Kalkwerk zwischen Rheine und Neuenkirchen.


Das anschließende 'Rennen' gegen den Rentner mit dem Elektrofahrrad habe ich verloren. LmaA, die Dinger sind mit maximaler Unterstützung deutlich schneller als ich mit meiner Möhre und Gepäck. Nach ca. 2.5km habe ich ihn gnädigerweise ziehen lassen...

Ziel der Etappe war der kleine Campingplatz an den Haddorfer Seen. Zwar war ich aufgrund der Bewertungen etwas skeptisch, aber die Alternativen waren mehr als dürftig. Gerade zu dieser Jahreszeit...
Am Campingplatz angekommen wurde ich direkt freundlich begrüßt, die übliche Skepsis bzgl. meines Gesundheitszustandes war aber vorhanden. Die obligatorische Frage "Wie kann man denn bei dem Wetter mit dem Rad und einem Zelt unterwegs sein?" durfte allerdings nicht fehlen. Belegt war der Campingplatz hauptsächlich von Dauercampern die entweder dort ihren Silvesterurlaub verbracht hatten, oder ihre Wagen wieder auf Vordermann brachten. Der Besitzer selbst übernahm die Formalitäten der Anreise, wies mir - ohne Aufpreis -  einen der Komfort-Stellplätze für Wohnwagen zu und wies mich noch auf die sanitären Anlagen hin. Also flugs das Zelt aufgebaut...


... und ab unter die Dusche.

Frisch geduscht und warm eingepackt war dann eine Runde über den Campinplatz fällig. Die vielen Dauercamper haben ihre Wagen nett dekoriert und die ein oder andere Parzelle hat mit einem Wohnwagen nicht mehr viel gemeinsam. Typisch deutsches Campen eben...



Der Zeltplatz im Kiefernhain ist ebenfalls super gepflegt und sicherlich im Sommer eine Empfehlung. Mir hat der Platz gut gefallen und nach einem Topf Nudeln ging es mit dem Kindle in den Schlafsack.

Am nächsten Morgen wurde ich bereits früh durch prasselnden Regen auf dem Zelt geweckt. Da es allerdings noch dunkel war, habe ich mich einfach umgedreht und noch eine Runde die Augen zugemacht. Das Zelt war allerdings komplett nass...


Die Sachen war schnell eingepackt, das Rad wieder abfahrbereit und der doch leicht schmerzende Hintern wieder auf dem Rad. Es ging Richtung Rheine, wo ich kurz an der Hünenborg auf dem Thieberg angehalten habe. Bereits am Vortag hatte ich das Denkmal gesehen und war neugierig um was genau es sich handelt.


Normalerweise sind Kriegsdenkmäler nicht so mein Ding, aber das fand ich recht nett. In Rheine selbst ging es direkt an der Ems entlang. Der Emsradweg ist sicherlich auch ganz nett zu befahren.


Über die Dörfer ging es immer weiter Richtung Mittellandkanal und kurz nach dem alten Truppenübungsplatz in Rheine kam auch die Sonne raus.



Der Weg am Kanal ist zwar mit dem Rad gut zu befahren, bietet aber landschaftlich nur wenig Reize. Die Industrie herrscht bei einer solchen Wasserstraße nun mal vor.


Nichts desto trotz ist die Strecke schön und durch die Sonne doppelt so nett. Da stören auch die Scharen an Spaziergängern mit Hunden, Rädern, Kindern und Stöcken nicht.


Bis kurz hinter Recke war die Strecke gut zu befahren. Danach wurde allerdings die Strecke durch die Baustelle erheblich schlechter.


Auch die öffentlichen Wege waren keine Alternative und so musste ich mich mit der Fuhre über nicht befestigte Wege quälen. Sehr, sehr lange Kilometer bis zum Ende der Baustelle - danach war eine kleine Pause mit einem leckeren Früchtebrot willkommen.


Die letzten Kilometer über den Stichkanal bis nach Osnabrück vergingen wie im Flug und so war ich, anders als diese drei Sportler...


... bereits am frühen Nachmittag wieder zu Hause und konnte mich meiner dreckigen Sachen entledigen und unter die Dusche hüpfen.