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18.04.2016

#17 und #18 | Bohusleden, Dalsland, Värmland - Schweden mit Umwegen

Wir wachen auf und realisieren, dass es endlich wieder regnet. Aus diesem Grund bleiben wir auch heute wieder etwas länger im Zelt, genießen die Ruhe und faulenzen ein wenig. Wir haben es nicht eilig, denn mehr als 10km werden wir heute nicht paddeln - das Ziel der Rundfahrt ist bereits nah.

Was ich persönlich auf jeden Fall vermissen werde, dass ist der Ausblick aus dem Badezimmer. Da die Toiletten - dank DANO auf fast jedem Platz vorhanden - meist mit Blick auf den See ausgerichtet sind, ist die Aussicht schwer zu toppen.


Für mich gibt es nur ein spartanisches Frühstück - Käse, Apfel und Trockenfleisch - bevor es losgeht. Ich koche nebenher den Kakao für die holde Dame und bringe ihn an das Zelt.


Nach erfolgreichem Frühstück machen wir uns auf den Weg in Richtung Bengtsfors. Dort soll morgen dann die Reise enden, die Nacht heute werden wir allerdings noch auf einer der kleinen Inseln verbringen.


Nach einer doch eher unruhigen Nach mit viel Regen und Wind, sowie einer Horde Wildschweine, die durch den Busch getobt ist, ist es heute deutlich kälter - der Herbst kommt. Wir haben die Nase heute im Wind und paddeln gegen den Wind. Da kommt uns der Windschatten von der einen oder anderen Insel doch ganz recht.


Und wir haben Glück und die Sonne lässt sich blicken. Sobald die Sonne zu sehen ist, merkt man auch gleich die Kraft die von ihr ausgeht. Wir sind froh, dass der Gegenwind nicht auch noch Regen mit sich bringt.
 

Gegen 17:00 Uhr sind wir am Ziel, entfachen ein Feuer und bauen das Zelt auf, so dass die Sachen noch ein wenig trocknen können.



Gegen Abend bekommen wir noch Besuch, so dass wir am letzten Abend lange zusammen am Lagerfeuer sitzen und uns die Zeit vertreiben. Darüber hinaus beschert uns der letzte Abend in der Natur noch einen wahnsinnigen Sonnenuntergang.




Müde und kaputt legen wir uns in das Zelt und schlafen durch die Anstrengungen des Tages besonders schnell ein.

Am nächsten Morgen geht es ebenfalls nicht so zeitig los, es steht der letzte Tag der Reise an und wir bummeln ein wenig. Wir haben nicht mehr als 6-8 Kilometer und müssen uns nicht beeilen. Wir wollen beim Bootsverleih übernachten und dann anschließend entspannt mit Bus und Bahn in zwei Etappen nach Deutschland zurückfahren.



Wir sind bereits gegen frühen Nachmittag in Bengtsfors und bieten unseren beiden Begleitern an, dass wir auf die Boote achten und die beiden entspannt einkaufen gehen können. Wir nutzen die Zeit um zu Duschen, dass Zelt für die letzte Nacht aufzubauen und zu lesen.





Bevor wir uns auf den Rückweg machen finden wir noch eine Kleinigkeit für den Nachwuchs in Deutschland und können das Schwein nicht in Schweden lassen.


Wir lassen den Abend in der lokalen Franchise-Burger-Schmiede ausklingen und fahren nach fast 3 Wochen in Schweden entspannt zurück nach Deutschland.

Tack och tills nästa gång!

11.04.2016

#15 und #16 | Bohusleden, Dalsland, Värmland - Schweden mit Umwegen

Tag #15 haben wir als Pausentag geplant. Wir starten bei bestem Wetter entspannt in den Tag und ich fahre gemütlich nach Gustavfors um einzukaufen.



Ich kaufe eine ganze Menge Süßigkeiten, frisches Obst und Gemüse und vor allem auch Zutaten für das Backen von Stockbrot als Beilage zu den ebenfalls gekauften Würstchen.


Wir faulenzen uns durch den Tag, lesen, schlafen und erkunden die Insel. Ich nutze darüber hinaus die Zeit um das Tagebuch zu schreiben und Fotos zu machen. 







Der Tag vergeht damit wie im Flug und wir können schon bald wieder das Feuer anzünden und die Leckereien über dem Feuer garen.




Der darauf folgende Tag begrüßt und endlich wieder mit dem gewohnten Regen. Wir bleiben aus diesem Grund ersteinmal etwas länger im Zelt liegen und machen uns erst gegen Mittag auf den Weg. 


Der erste Weg führt uns für das Frühstück nach Gustavfors. Der Regen hat mittlerweile nachgelassen und es sind auch ein paar Wolkenlücken zu finden.
Wir haben heute allerdings alle Zeit der Welt, mehr als 10km brauchen wir nicht zu fahren, unser Ziel liegt nicht weit entfernt.


Wir wollen die Nacht in einem kleinen, abgeschiedenen Teil des Sees verbringen. Geschützt vor Wind und Wetter wollen wir dort eine entspannte letzte Nacht verbringen bevor es am darauf folgenden Tag auf die vorletzte Etappe nach Bengtsfors geht.

Bildmaterial: OpenStreetMap
Wir fahren bei deutlich abnehmendem Regen aus Bengtsfors los und als wir nach kurzer Fahrtzeit an der Hütte ankommen, ist der Regen fast vorbeigezogen. Zelt und Tonnen sind zwar klatschnass, können aber bei dem schönen Wetter direkt vor der Hütte trocknen.


Wir nutzen den noch jungen Tag und streifen über die Landzunge. Dies ist erst die zweite Lagerstätte, die nicht auf einer Insel liegt - alle anderen Plätze waren bis dato auf Inseln verteilt. 



Zum Abend spielen wir wieder eine Partie "Heck-Meck am Bratwurmeck" und essen Matjes aus der Dose.


04.04.2016

#14 | Bohusleden, Dalsland, Värmland - Schweden mit Umwegen

Die Sonne des gestrigen Tages hat uns sehr gut getan, man merkt mit der Zeit gar nicht wie sehr der Regen doch nerven kann. Endlich können wir am Morgen einfach mal in der Sonne sitzen und ganz in Ruhe essen ohne dass ein Auge auf die herannahenden Regenwolken notwendig ist.


Wir setzen uns in die Hütte und machen aus dem wenigen Brennmaterial ein kleines Feuer im Holzkocher. Für die nächste Tour ist klar, dass sowohl Axt, als auch Säge ein wichtiger Teil der Ausrüstung wird. Das Fahrtenmesser reicht nur für die kleinen Arbeiten, ist bei dickeren Ästen schnell überfordert. Die kleine Fiskars-Axt wäre passend gewesen, liegt aber zu Hause.

Nach der ruhigen und sehr entpannten Nacht - trotz der Z-Lite - sind wir erholt aufgestanden und genießen nun die Wärme der Sonne bevor es gegen 11:00 Uhr auf den See geht.



Wir haben nicht viel vor, es soll nur bis Gustavfors gehen und dort wollen wir einen Pausentag einlegen. Aufgrund der Nebensaison und der bereits abgezogenen großen Gruppen steht die Chance ganz gut, dass wir die Insel vor der Einfahrt in den Kanal bei Gustavfors nutzen können.

Bildmaterial: GoogleMaps
Dort wollen wir einen weiteren Pausentag einlegen und die Sonne, sowie die Ruhe genießen. Darüber hinaus können wir auch noch einkaufen und über einem offenen Feuer Würstchen grillen - klingt verlockend.

Die Fahrt über den See selbst ist reichlich unspektakulär, jetzt wo die großen Gruppen weg sind, sind natürlich auch alle Plätze frei und die Natur findet ihren normalen Gang.




Wir paddeln entspannt ohne uns zu hetzen und sind schon bald in der Nähe des Ziels. Eine einzelne Bucht nutzen wir um uns in der Sonne treiben zu lassen.


Gegen 16:00 Uhr sind wir auf der Insel in Gustavfors angekommen und stellen das Zelt im Sonnenlicht auf der Insel auf. Die riesige Insel hat zwei Toilettenanlegen und viele, viele ausgetretene Pfade, wir sind aber alleine und haben die Insel für uns. Die Spuren der Vorgänger - in Form eines filetierten 80-90cm Hechtes - sind aber noch deutlich sichtbar und werden ersteinmal vergraben. Leider liegen einige Reste auch in der flachen, windgeschützen Bucht und hindern uns damit am Baden. Wir genießen den Abend und den Ausblick.




Bei einsetzendem Regen kriechen wir in das Zelt und freuen uns auf den Pausentag.

21.03.2016

#13 | Bohusleden, Dalsland, Värmland - Schweden mit Umwegen

Wir wachen nach einer entspannten, aber etwas kalten Nacht in einer unwirklichen Welt auf. Das erste Mal auf der Tour haben wir nahezu keinen Wind und der See ist spiegelglatt. Ein herrliches Bild was sich uns am frühen Morgen bietet.


Wir haben uns für heute nicht viel vorgenommen, der Plan ist es kurz hinter Lennartsfors zu halten und das schöne Wetter zu genießen. Wir lassen es entsprechend langsam angehen.

Kartenmaterial: OpenStreetMap
Trotz allem hält es uns heute nicht lange im Zelt. Das Feuer der beiden Norweger brennt bereits wieder und die beiden braten sich Kassler mit frischen Eiern. Wir sind ein wenig neidisch und rühren demotiviert in den Tüten mit Frühstücksbrei. Wie schön muss paddeln sein, wenn man nicht auf das Gewicht der Vorräte geachtet hat ;-)

Nach dem Frühstück steht der schnelle, aber trotzdem herzliche Abschied an und wir sind schon bald auf dem See unterwegs.


Die Fahrt ist tiefenentspannt und wir gleiten durch die Seenlandschaft. Das Paddeln ist aufgrund des fehlenden Windes leicht und wir sind deutlich schneller in Lennartsfors als gedacht. Heute wird allerdings auch deutlich, dass Lennartsfors die Hochburg Scandtracks ist - sollte also jemand planen von dort im Sommer zu starten, lasst es lieber. Die Natur ist mit der entsprechenden Ruhe deutlich schöner. Glücklicherweise haben wir im Gegensatz zu den Scandtrackhorden noch eine Woche länger und fahren wieder in den Teil, der uns nicht ganz so überlaufen scheint.


Das Portieren der Boote ist - wie auch bereits vor drei Tagen - eine Quälerei. Allerdings muss man auch sagen, dass es uns mit Bootswagen leichter fällt als den uns entgegenkommenden Gruppen ohne Bootswagen. Das Kanu über knapp 1500 Meter tragen ist nicht wirklich toll.

Wir paddeln anschließend im T-Shirt - trotz Ende September - und sinnieren über die Möglichkeit des Kaufes eigener Boote, wenn wir wieder in Deutschland sind.

Für heute sind wir an unserem Ziel angekommen, waschen die Wäsche und genießen die Sonne.




Das Wasserfilter führt noch zu einem kleinen Missgeschick. Beim Ausschleudern des Schlauches für den Wasserfilter fliegt die Spange zur Befestigung des Schlauches in den See.


Heroisch nehme ich allen Mut zusammen und fische das verloren gegangene Teil aus den Fluten.



Alles noch einmal gut gegangen und wir können den Abend am Feuer genießen. Der kleine Kocher ist zwar kein wirklicher Ersatz für das Lagerfeuer, ist allerdings eine gute Ergänzung zum doch recht frischen Abend und dem zugigen Platz in der Hütte.